Zur Bekämpfung der Armut im Kanton Freiburg fordert die SP60+ einen Minimallohn von monatlich 4’000 Franken für eine Vollzeitstelle. Zudem will sie spürbare Verbesserungen bei den Ergänzungsleistungen, weitere Entlastungen bei den Krankenkassenprämien, die Kostenmiete im Wohnungswesen sowie mehr Chancengleichheit im Bildungswesen.

Im Kanton Freiburg leben Zehntausende in Armut oder sind armutsgefährdet. Das ist in-akzeptabel für ein reiches Land wie die Schweiz. Anlässlich einer Diskussion zur Armuts-problematik hat die SP60+ die prioritären Stossrichtungen zur Armutsbekämpfung formu-liert:

Minimallohn und Ergänzungsleistungen: Tieflöhne sind eine der wichtigsten Ursachen für ungenügende Einkommen und damit für Armut. Das muss nicht sein! Die SP60+ fordert einen Minimal-Lohn von monatlich 4'000 Franken für eine Vollzeitstelle. Ebenso sind die Ergänzungsleistungen auszubauen, zur wirksamen Bekämpfung der Altersarmut einzusetzen und auch für Familien vorzusehen.

Entlastungen bei den Krankenkassenprämien: Die Krankenkassenprämien steigen ungebremst und sind für Personen und Familien mit kleinen Einkommen nicht mehr tragbar. Hier muss Gegensteuer gegeben werden! Die SP60+ fordert stärkere Beiträge zur Verbilligung der Krankenkassen-Prämien. Zudem ist die kürzlich lancierte Initiative zur kantonalen Organisationskompetenz bei den Krankenkassen zu unterstützen.

Kostenmiete: Teure Mietzinse belasten die Haushaltsbudgets in besonderem Masse. Und die Mietzinse sind vielfach deshalb so hoch, weil sie nicht nur die beim Eigentümer anfallenden Kosten, inkl. der angemessenen Verzinsung des Kapitals, (Kostenmiete) abdecken, sondern die maximal möglichen Profite erzielen (Marktmiete). Die SP60+ fordert deshalb gesetzliche Regelungen, welche die Kostenmiete als Standardmodell auf dem Wohnungsmarkt festlegen.

Chancengleichheit: Ungenügende (Aus-)Bildung und in der Folge Probleme auf dem Arbeitsmarkt sind ebenfalls wesentliche Armuts-Faktoren. Nach wie vor produziert und reproduziert das Bildungswesen die entsprechenden ungleichen Karrierechancen. Die SP60+ fordert deshalb endlich eine wirksame Strategie der Chancengleichheit und Massnahmen der Weiterbildung, welche vor allem Nachholbildung und berufliche Umorientierung erlauben.

SP60+ Kanton Freiburg / Heinz Gilomen
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10. Okt 2017